Verhütung


Empfängnisverhütung – Maßnahmen und Pearl-Index

 

Bei der Wahl des Verhütungsmittels fließen unterschiedliche Aspekte wie die Lebensphase der Partner sowie Dauer einer Partnerschaft mit ein.

 

Die Sicherheit einer Verhütungsmethode wird mit dem „Pearl-Index“ (PI) definiert. Er gibt die Anzahl der ungewollten Schwangerschaften an, die bei 100 Frauen über 12 Monate bei Verwendung eines bestimmten Verhütungsmittels aufgetreten sind. Je kleiner der PI, desto sicherer ist die Verhütungsmethode.

 

Wir beraten Sie zu gerne zu Verhütungsmaßnahmen.

 

 

Kondom (PI: 0,4 – 1,8)

 

Das Kondom legt sich als Kunststoffschicht um den Penis und verhindert so den direkten Kontakt der Schleimhäute von Mann und Frau. In dem Reservoir an seiner Spitze wird das Ejakulat aufgesammelt und eine Befruchtung wird vermieden. 

Darüber hinaus bieten Kondome einen wirksamen Schutz gegen eine HIV-Infektion und weitere sexuell übertragbare Krankheiten. Bei wechselnden Partnern sollten sie immer zusätzlich zu anderen Verhütungsmethoden angewandt werden.

 

 

 

Die Spirale

 

Kupferspirale (PI: 0,5 – 2)

 

Das ca. 4 cm kleine, T-förmige und vom Kupferdraht umgebene Kunststoffstäbchen wird von dem Frauenarzt bzw. der Frauenärztin in die Gebärmutterhöhle gelegt. Das enthaltene Kupfer inaktiviert die Spermien und verhindert die Einnistung. Die hormonfreie Kupferspirale kann bis zu fünf Jahren in der Gebärmutter verbleiben, danach muss sie wieder entfernt werden.

 

 

Hormonspirale MIRENA® (PI: 0,1 – 0,2)

 

Diese Art der Hormonspirale enthält Gestagene im Kunststoffbereich. Die Spermien werden behindert und eine Einnistung wird verhindert. Nach ca. 5 Jahren verliert die Hormonspirale ihre Wirkung und muss entfernt werden.

 

Es gibt noch weitere Hormonspiralen auf dem deutschen Markt, wir beraten Sie gerne dazu.

 

 

 

Hormonelle Verhütung

 

 

Die Pille (PI: 0,1 – 0,9; bei Minipille 1,0)

 

Die von der Frau oral eingenommenen Hormone bestehen im klassischen Fall aus einer Kombination von Östrogen und Gestagen. Sie verhindern die Eireifung und den Eisprung, die Gestagene zusätzlich zur Behinderung der Spermien durch eine Veränderung des Zervixschleims. Die Minipille besteht nur aus Gestagenen. Je nach Art der Gestagene und hemmt die Spermienfunktion.

 

 

Hormonring (PI: 0,4 1,8)

 

Der Kunststoffring, der eine Kombination aus Östrogen und Gestagen enthält und somit eine gleiche Wirkung wie die Pille hat, wird in die Scheide eingeführt.  Er verbleibt 3 Wochen in der Scheide, bevor er nach einer Woche ohne Ring gegen einen neuen gewechselt wird.

 

 

Hormonpflaster (PI: 0,9 1,2)

 

Auch das Pflaster enthält eine Östrogen-Gestagen-Kombination, die Hormone gelangen kontinuierlich über die Haut ins Blut. Das Pflaster bleibt für sieben Tage auf der Haut und wird am achten Tag gewechselt. Nach drei Wochen folgt eine Pause von sieben Tagen.

 

 

Depotspritze, Dreimonatsspritze (PI: 0,3 1,4)

 

Die Dreimonatsspritze enthält eine hohe Gestagendosis. Sie wird alle drei Monate in den Gesäßmuskel oder einen Muskel am Oberarm injiziert. Der Einsatz dieser Verhütungsmethode ist abzuwägen und sollte mit dem Frauenarzt / der Frauenärztin gründlich besprochen werden.

 

 

 

Andere Verhütungsmethoden

 

Es gibt noch weitere Verhütungsmethoden wie in verschiedenen Anwendungsformen vorhandene Spermizide, also spermienabtötende Substanzen (PI: 5 – 10), Diaphragma  (PI: 4 – 5) sowie die Vasektomie, der der die Samenleiter des Mannes durchtrennt werden oder die Sterilisation. Wir beraten Sie gerne. Vereinbaren Sie ein Gespräch mit uns.